Hot Water Beach und Cathedral Cove

Am Dienstag haben wir unsere „Gastfamilie“ verlassen und sind 2,5 Stunden nach Norden zum Hot Water Beach gefahren. Seinen Namen hat der Strand heißen Quellen zu verdanken, die sich unter dem Sand befinden. Bei Ebbe kann man in den dampfenden Strand eine Vertiefung graben, die sich dann mit dem aus dem Boden aufsteigenden, etwa 60°C heißen, Wasser füllt. Etwa ein bis zwei Stunden vor Ebbe tauchen deshalb unzählige Menschen an dem kurzen Strandabschnitt auf und beginnen damit, sich kleine Badewannen zu graben. Da den meisten das 60°C warme Wasser jedoch zu heiß ist, ist die Kunst wohl am Rand der Quellen zu graben, sodass sich heißes und kaltes Wasser mischen. Nachdem wir in den ersten beiden Versuchen ein heißes und ein kaltes Bad hatten, haben wir im dritten Anlauf einen perfekten Punkt erwischt und einen etwa 30 - 40°C warmen Pool gegraben.

Nach diesem interessanten Naturschauspiel sind wir zur nahegelegenen Cathedral Cove gefahren, um uns schon einmal mit dem Ort und dem Weg dort hin vertraut zu machen. Mein Plan war es nämlich am nächsten Morgen zum Sonnenaufgang dort zu sein, was im Endeffekt bedeutete am nächsten Morgen um 5:15 Uhr aufzustehen, etwa 15 Minuten mit dem Auto zu fahren und noch etwa 40 Minuten zu laufen um rechtzeitig vor Sonnenaufgang dort zu sein. Doch das hat sich auf jeden Fall gelohnt: Der sonst sehr zertretene Strand war so früh am Morgen nach der nächtlichen Flut noch absolut glatt und frei von Fußspuren und der Sonnenaufgang warf ein wunderschönes Licht auf Sand und Felsen.

Cathedral Cove

Cathedral Cove

Inzwischen sind wir in Opotiki bei Christina und Max, wo wir vermutlich bis Montag bleiben werden.