Lake Rotoiti und Mt. Robert

Es ist Mittwoch morgen. Seit gestern bin ich alleine unterwegs. Jens und Christina haben in Blenheim Arbeit auf einem Weingut gefunden, wo sie jetzt mehrere Wochen Weinreben stutzen werden, was mir ehrlich gesagt etwas zu einseitig ist. Deshalb bin ich gestern morgen alleine weiter gereist und werde die Beiden wohl in spätestens etwa 2-3 Wochen wieder treffen.

Meine erste Tour ging von Blenheim zu dem etwa 100km südwestlich gelegeneren Lake Rotoiti und damit schon fast in die Alpen der Südinsel. Das Panorama am See hat mich sehr beeindruckt, auch weil außer mir dort gestern Vormittag nur ein paar einzelne Leute waren.

Lake Rotoiti

Um den Tag nicht einfach so verstreichen zu lassen, beschloss ich gegen Mittag eine etwa vierstündige Wanderung auf dem Mount Robert, der hier rechts hinter dem See zu sehen ist, zu machen. Der etwa 1,5 stündige Aufstieg war extrem anstrengend, da es in Serpentinen den recht steilen Hang hinauf ging, doch die Aussicht war fantastisch. Die Erleichterung war groß, als der Gipfel schließlich in Sicht war. Die Landschaft nahe des Gipfels auf über 1400m Höhe war wie von einem anderen Planeten. Um mich herum gab es nur gelbe Gräser und Geröll und am Horizont schimmerten die Schneebedeckten Gipfel der benachbarten Berge. Wolken zogen sehr flach über meinen Kopf und streiften hier und da auch die Gräser. Etwa eine Stunde hielten diese atemberaubenden Eindrücke an, bevor der Weg durch einen kleinen Birkenwald zu einer Hütte und zum Abstieg über dem See führte.

Mount Robert Panorama

Mein Weg heute führt erst einmal zum nahegelegenen Lake Rotoroa und anschließend vermutlich noch etwas weiter Richtung Westen.

Nachtrag Mittwoch Mittag: Ich war vor Sonnenaufgang noch einmal am Lake Rotoiti, Lake Rotoroa hingegen hat mich nicht sehr überzeugt.

Lake Rotoiti vor Sonnenaufgang