Working for Accommodation: Hawkes Bay

Es ist Dienstag Nachmittag und wir sitzen bei Sonnenschein in und vor unserer kleinen Hütte auf dem Land. Seit letztem Donnerstag sind wir hier bei unserer zweiten HelpX Unterkunft im Osten der Nordinsel in der Region Hawkes Bay. Ken, unser Gastgeber, hat eine etwa 310 Hektar große Schaf- und Rinderfarm mit derzeit etwa 800 Schafen und wir arbeiten täglich von 8:30 Uhr bis etwa 12 oder 13 Uhr für ihn auf und um dem Hof. Im Gegenzug dafür dürfen wir hier kostenlos in einer kleinen Hütte am Rande des Hofes übernachten und bekommen morgens, mittags und abends etwas zu essen (Eine heiße Dusche ist auch schon etwas, was für uns zum Luxus gehört). Unserer Arbeit besteht allerdings (zumindest bisher) nicht aus Schafe hüten, sondern viel mehr aus allem, was um das Haus so anfällt: Laub rechen, den Gemüsegarten umgraben, Unkraut entfernen und neues Gemüse anpflanzen oder auf der Baustelle helfen (Ken baut zur Zeit gemeinsam mit einem befreundeten Builder ein neues Haus auf einem nahegelegenen Hügel). Besonders Spaß macht es uns die kleinen Strecken mit dem Quad (und ggf. mit Anhänger) zurückzulegen, aber auch sonst ist die Arbeit hier sehr angenehm. Vor allem für Jens und Christina, die beide in der Stadt aufgewachsen sind, gibt es viel Neues zu entdecken.

Sonnenaufgang an unserer Hütte

Heute vormittag haben wir die Fundamente für die Terrasse von Kens neuem Haus betoniert, deren Löcher wir mühselig letzten Freitag mit Spaten und Schaufeln ausgehoben haben. Ein nur 50 x 50 x 80cm großes Loch scheint nicht viel Arbeit zu sein, aber wenn der lehmige Boden hart wie Stein wird, gibt es fast kein Vorankommen. Unsere Nachmittage sind zur Zeit oft recht entspannt. Meistens fahren wir in die knapp 20 Minuten entfernte Stadt Hastings um dort etwas von dem freien WLAN zu profitieren (In der Nähe des Hofes gibt es weder Mobilfunk Netz noch Internet) und einzukaufen. Wenn das Tageslicht und die Motivation es zuließen, haben wir auch den ein oder anderen kleinen Ausflug zum nahegelegenen Berg Te Mata, zum Cape Kidnappers oder zum Bauernmarkt gemacht, um das Leben hier etwas näher kennen zu lernen.

Te Mata Summit Road

Straße zum Te Mata Summit. Es gibt einen Parkplatz direkt am Gipfel, aber wir sind den letzten Kilometer zu Fuß gegangen.

Vermutlich werden wir am Donnerstag dann langsam wieder in unsere Autos umsiedeln und weiter in Richtung Wellington im Süden der Nordinsel reisen.